Erfahrungen mit Wettkämpfen nach der "DLV Kinderleichtathletik"

Mit dem ersten Wettkampf in der DLV Kinderleichtathletik hinter uns, sind wir wieder ein stückchen schlauer geworden. Was funktioniert gut? Was ist noch Verbesserungswürdig?

Meldungen / Teilnehmerzahlen

Gemessen am neuen Konzept war die Teilnehmerzahl in Ordnung. Mit 80 gemeldeten Athleten in den Klassen U8 bis U10 bleibt die Veranstaltung hinter der bereits etablierten Winterpower zurück. Vor allem in den jüngeren Jahrgängen stellte es sich als relativ schwer heraus genügend Teilnehmer für eine Mannschaft zu finden. In der Klasse U8 startete gar nur ein Team. In der Klasse U10 waren es schon drei. Die meisten brachte die Klasse U10 (mit sechs Teams) an den Start.

Mannschaften

Offiziell es es erlaubt in einer höheren Altersklasse zu starten, wenn man nicht mehr als ein Jahr darunter liegt. Werden nicht die erforderlichen 6 Teilnehmer für ein Team erreicht, so wird vorgeschlagen Vereins-übergreifende Teams zu bilden. In der Praxis funktioniert das natürlich nicht besonders gut. Da ein Team aus bis zu 11 Teilnehmern bestehen kann, ziehen es die Athleten lieber vor in einem größeren Team im eigenen Verein zu starten, als eine zusätzliche Gruppe mit Athleten eines anderen Vereins aufzumachen. Da die Teilnahme von Vereinen durch diesen Umstand gefährdet ist, lässt der Kreis Donau-Wald deshalb auch jüngere Athleten in einer höheren Altersklasse zu.

Durchführung der Disziplinen

Was den eigentlichen Wettkampf angeht, hält das Konzept der Kinderleichtathletik, was es verspricht. Der Wettkampf geht sehr schnell und ohne längere Pausen vonstatten. Durch die unterschiedlichen Regelungen für die einzelnen Altersklassen benötigen die Kampfrichter eine ausführliche Einweisung, damit es im Wettkampf nicht zu Verwechslungen kommt. Gerade beim 6x800 m Lauf sind Startnummern wichtig, ansonsten kann man darauf verzichten.

Für die Altersklasse U12 gibt es das Problem, dass sowohl der Hindernis-Sprint als auch die 6x800 m Verfolgungstaffel nur von 6 Teilnehmern gemacht werden kann. Der Rest eines Teams muss zusehen. Im Gegensatz zu den anderen Disziplinen ist das nicht gut gelöst.

Für den Biathlon kann man statt den vorgeschlagenen Tischen auch Hindernis-Balken verwenden. Diese stehen deutlich stabiler und verhindern so ein Abräumen der Hütchen durch einen ordentlichen Wurf an den Tisch.

Auswertung

Die Auswertung mit der Vorlage des DLV funktioniert wunderbar. Dadurch, dass es sich im Prinzip um einen Serienbrief aus Excel und Word handelt, lernt es sich deutlich schneller ein, als bei vergleichbarer Software für die Leichtathletik. Die mitgelieferte Anleitung beantwortet sämtliche Fragen. Das Wettkampf-Büro ist alles in allem deutlich weniger belastet als bei einem konventionellen Wettkampf.